Je mehr Vertriebskanäle Sie bespielen, desto größer die Reichweite, aber auch desto größer das Risiko, den Überblick zu verlieren. Wer auf Amazon, eBay, Etsy und im eigenen Shopify- oder Shopware-Shop gleichzeitig verkauft, kennt das Problem: Jeder Kanal hat sein eigenes Backend. Bestandsanzeigen und Bestelllisten sind getrennt und nicht miteinander verbunden. Ohne zentrale Steuerung wird Multichannel schnell zum Vollzeitjob.
Das Grundproblem: getrennte Systeme
Jeder Marktplatz und jedes Shopsystem verwaltet Bestände, Preise und Bestellungen zunächst nur für sich. Verkaufen Sie einen Artikel auf Amazon, weiß eBay davon zunächst nichts: Der Bestand dort bleibt unverändert, bis jemand ihn manuell anpasst. Bei wenigen Bestellungen pro Woche lässt sich das noch von Hand nachpflegen. Sobald das Volumen wächst, wird es zum Fehlerrisiko.
Was zentrale Verwaltung konkret bedeutet
Eine zentrale Multichannel-Lösung wie SaleVali bündelt alle angebundenen Kanäle in einer Oberfläche:
- Ein Bestand, alle Kanäle: ein Verkauf auf einem Marktplatz reduziert den Bestand automatisch überall sonst.
- Ein Postfach für Bestellungen: Aufträge aus Amazon, eBay, Etsy und dem eigenen Shop laufen an einer Stelle zusammen, statt in fünf getrennten Backends bearbeitet zu werden.
- Rechnungen und Lieferscheine werden unabhängig vom Herkunftskanal im selben Format erstellt, das Ergebnis sind einheitliche Belege.
- Umsätze lassen sich pro Kanal, Land und Produkt vergleichen, ohne Daten manuell zusammenzutragen, denn ein Reporting deckt alle Kanäle gleichzeitig ab.
Worauf Sie bei der Kanalauswahl achten sollten
Nicht jeder Kanal passt zu jedem Sortiment. Bevor Sie einen neuen Marktplatz anbinden, lohnt sich ein Blick auf:
- Zielgruppe: Etsy eignet sich für handgefertigte oder individualisierte Produkte, Amazon für breite Reichweite bei standardisierten Artikeln.
- Provisionen, Versandkostenmodelle und ggf. Lagerkosten (z. B. bei Fulfillment-Programmen) prägen die Gebührenstruktur und unterscheiden sich deutlich von Kanal zu Kanal.
- Technische Anbindung: nicht jede WaWi verbindet sich mit jedem Kanal in Echtzeit; prüfen Sie das vor der Entscheidung.
Häufiger Fehler: zu schnell zu viele Kanäle
Ein verbreiteter Fehler ist, mehrere neue Kanäle gleichzeitig zu starten, ohne die Prozesse dahinter vorzubereiten. Besser: einen Kanal nach dem anderen anbinden, Prozesse (Bestand, Versand, Support) darauf einspielen und erst dann den nächsten Marktplatz hinzunehmen.
Fazit
Mehr Reichweite durch zusätzliche Kanäle zahlt sich nur aus, wenn Bestände und Bestellungen zentral gesteuert werden. Eine cloudbasierte Warenwirtschaft nimmt Ihnen den manuellen Abgleich zwischen den Kanälen ab und schafft die Grundlage, um neue Marktplätze ohne zusätzlichen Verwaltungsaufwand hinzuzufügen.
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